Erste-Hilfe-Kurse starten wieder

Auch wie ein Defibrillator für erste Hilfe eingesetzt wird, erklären die Ausbilder der Malteser in ihren Kursen. Das lässt sich auch gut allein an der Puppe üben. Foto: Malteser Hilfsdienst

Berlin. Der Malteser Hilfsdienst bietet ab Dienstag, 2. Juni, wieder regulär Erste-Hilfe-Kurse in den Räumlichkeiten in Alt-Lietzow in Charlottenburg sowie in der Treskowallee in Lichtenberg an. Alle erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen werden dabei entsprechend der Verordnungen des Landes Berlin zur Eindämmung und Ausbreitung des Coronavirus berücksichtigt.

Die Malteser raten, alle zwei Jahre die Erste Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Mehr über das Kursangebot erfahren Sie unter folgendem Link: https://www.malteser-berlin.de/kurse/kursangebot-und-suche.html

Abstandsregelungen müssen stets eingehalten werden und auch die Kursinhalte orientieren sich an den Schutzvorgaben. „Wir haben die praktischen Maßnahmen wie Seitenlage oder Herz-Lungen-Wiederbelebung methodisch so angepasst, dass das Infektionsrisiko minimiert ist“, sagt Alexander Liebig, stellvertretender Leiter der Erste-Hilfe-Ausbildung der Malteser in Berlin. Außerdem seien die Teilnehmenden dazu aufgefordert, eigenständig für eine Mund-Nasen-Bedeckung zu sorgen.

Einbußen durch abgesagte Erste-Hilfe-Ausbildungen

Aufgrund der geltenden Vorgaben dürfen die Malteser ihre Erste-Hilfe-Kurse gegenwärtig nur mit kleineren Teilnehmergruppen durchführen. Die Malteser bitten um Verständnis, dass die Teilnahmegebühr aufgrund einer gravierenden Reduzierung der Teilnehmerzahlen und des zusätzlichen organisatorischen und materiellen Aufwandes erhöht wurde.

Wegen der Corona-Pandemie musste der Erste-Hilfe-Kursbetrieb übergangsweise eingestellt werden. Dies hat den Malteser Hilfsdienst vor wirtschaftliche Belastungen gestellt: Allein im Bereich der Ausbildung verzeichnen die Berliner Malteser bis zum 30. April Umsatzeinbußen im mittleren fünfstelligen Bereich.

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Tipps zur Ersten Hilfe in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie ändert nichts daran, dass wir alle zur Ersten Hilfe verpflichtet sind. Wer nicht hilft, könnte sich unter Umständen strafbar machen. Ersthelfer sollten trotzdem immer darauf achten, dass sie weder sich selber noch das Unfallopfer unnötig der Ansteckungsgefahr aussetzen.

Niemand muss sich selbst in Gefahr bringen. Aber einen Notruf abzusetzen, ist das Mindeste, was jeder tun muss. Auch andere Menschen in der Hilfeleistung anzuleiten, ist immer eine Option. Wer selbst zur Risikogruppe gehört, sollte den Notruf absetzen und möglichst andere Personen auffordern und anleiten, zu helfen, raten die Malteser.

Um das Risiko einer Infektion zu minimieren, sind die klassischen Hygienestandards einzuhalten.  Bei direktem Kontakt zum Unfallopfer sollte der Ersthelfer auf jeden Fall Einmalhandschuhe und Mundschutz verwenden. Anschließend überprüft der Ersthelfer die Atmung durch Ansprechen und Beobachten. Falls die Atmung nicht vorhanden ist, sollte sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Aufgrund des momentan hohen Infektionsrisikos empfehlen die Malteser die Beatmung nicht durchzuführen. Es ist zudem sinnvoll bei der Herzdruckmassage ein leichtes Tuch oder Kleidungsstück über das Gesicht des Leblosen zu legen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Nach jeder Erste-Hilfe-Maßnahme soll sich der Helfer unverzüglich die Hände desinfizieren.