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Malteser Diözese Berlin

Tausche Büro gegen Kita-Alltag: Sozialtag im MANNA

23.05.2019
Die Mitarbeiter der Gropius-Passagen haben für die Kinder auf dem Kita-Gelände eine Straße mit Fahrbahnmarkierungen aufgebaut. Foto: MANNA

Berlin-Neukölln. Noch müssen sich Eltern und Erzieher in der Kita MANNA nicht vor den kleinen Rasern fürchten. Doch schon bald, ist das Außengelände des Kindergartens mitten in der Neuköllner Gropiusstadt alles andere als autofreie Zone. Dafür sorgen am Freitag 22 Mitarbeiter vom Centermanagement der Gropiuspassagen. Damit die Mädchen und Jungen demnächst auf ihren Bobbycars, Laufrädern und Rollern durch den Kita-Innenhof flitzen können, tauschen die Büroleute ihre Kostüme und Anzüge gegen Arbeitskleidung, kurven mit ihren Schubkarren auf dem Gelände herum, schippen Sand und schleppen schweres Gerät.  

Bei ihrem Einsatz handelt es sich um mehr als einen Betriebsausflug. „Solidarity Day“ heißt das Konzept, bei dem Manager und Angestellte einen ganz normalen Büroarbeitstag gegen ein soziales Event eintauschen. „Wir unterstützen die Kita weil sich das MANNA mit viel Herz und gut organisiert um die Kleinsten hier im Kiez kümmert“, sagt Sven Oswald, Chef der PR-Agentur CandyStorm, die den Sozialtag für die international tätige Unibail-Rodamco-Westfield-Group organisiert. Zu der Unternehmensgruppe gehören Einkaufszentren in der ganzen Welt, so auch die Berliner Gropiuspassagen, deren Management das Familienzentrum MANNA zum Sozialtag tatkräftig und finanziell unterstützt.

Bobby-Cars der Kinder wurden gestohlen

Nachdem das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr beim Solidarity Day den Umbau der Turnhalle im Familienzentrum finanziert hat, steht in diesem Jahr die Kita im Fokus. Die Kindertagesstätte unten im Erdgeschoss des Gebäudes besuchen 58 Mädchen und Jungen. Sie dürfen sich in diesem Jahr über ein neu gestaltetes Außengelände freuen. Die Konzerngruppe übernimmt dafür die Kosten von insgesamt 20.000 Euro.

Die Mitarbeiter der Gropius-Passagen bauen für die Kinder auf dem Kita-Gelände eine Straße mit Fahrbahnmarkierungen auf, zimmern einen neuen Outdoor-Matschtisch, Sitzbänke und knüpfen ein Sicherheitsnetz für den Fußballplatz, damit keine Bälle über den Zaun verloren gehen. Auch schrauben sie neue Fahrgeräte für die Kinder zusammen, was sie besonders freuen dürfte: „Denn im vergangenen Jahr wurde in der Kita eingebrochen und Bobby-Cars, Dreiräder und Roller gestohlen“, erzählt der Leiter des Familienzentrums, Lars Dittebrand. Umso mehr freut sich der MANNA-Leiter darüber, dass die Kinder nicht nur neue Fahrgeräte, sondern gleich dazu die passenden Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen bekommen.

Auch der Boss packt mit an

Auch für die Mitarbeiter der Gropius-Passagen ist der Arbeitstag nachhaltig. Für das Gemeinschaftsprojekt tragen sie ein T-Shirt mit dem Logo „Solidarity Day“. Nicht nur das weckt den Teamgeist. „Die Angestellten werden mit der Aktion aus ihrem Büroalltag geholt und blühen auf, weil sie sehen, dass sie mit ihren eigenen Händen etwas schaffen, was den Kindern zugutekommt“, erklärt Oswald. Der gemeinsame Handarbeitseinsatz weckt auch bei Führungskräften Interesse. So packt auch der neue Leiter der Gropiuspassagen, Alexander Ullrich, tatkräftig beim Solidarity Day im MANNA mit an.

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Das Familienzentrum MANNA, mitten im Herzen Neuköllns in Gropiusstadt, ist ein Begegnungsort für Kleine und Große. Unten im Erdgeschoss besuchen 58 Mädchen und Jungen die Kindertagesstätte. In der oberen Etage gibt es ein Mittagessenangebot und Nachmittagsbetreuung für bis zu 60 Grundschulkinder. Auch Senioren treffen sich regelmäßig in dem Familienzentrum. Das Haus ist eine beliebte Anlaufstelle für die ganze Nachbarschaft. 

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