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Malteser Diözese Berlin

Besuchshundedienst feiert Jubiläum: Bellen und Schnüffeln bei entspannter Atmosphäre

17.07.2018
Und jetzt: Stillhalten für´s Gruppenfoto! Gar nicht so einfach, aber unsere Besuchshunde können auch das!

Leckerli-Parcours, frisches Wasser im Napf und viel Auslauf auf der Wiese - von einem Hundeleben konnte bei dieser Party nicht die Rede sein: Rund 20 Vierbeiner waren am Sonnabend, 7. Juli 2018, gemeinsam mit ihren Herrchen und Frauchen zum Sommerfest des Malteser Besuchshundedienstes auf das Gelände des Kinder- und Jugendtreffs MANNA Westend in Charlottenburg gekommen. Gemeinsames Bellen und Beschnüffeln sorgte für eine lockere Atmosphäre unter den Vierpfotern, aber auch die Besitzer nutzten die Gelegenheit zum Kontakt.
Die ehrenamtlichen Helfer feierten gemeinsam mit ihren Hunden das fünfjährige Bestehen des Malteser Besuchshundedienstes. Die Tiere und ihre Halter sorgen regelmäßig in Seniorenheimen, Behinderten-, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Sonderschulen, Familien und bei Alleinstehenden für Abwechslung. „Unsere Ehrenamtlichen wollen die Freude, die sie mit ihren Tieren erleben, an andere weitergeben“, sagt Reiner Stolpe, Leiter und Gründer des Malteser Besuchshundedienstes. In Seniorenheimen und Demenz-Wohngemeinschaften würden die speziell ausgebildeten Tiere ältere Menschen dazu motivieren, spazieren zu gehen und mit den Hunden zu sprechen. Die Hunde besuchen auch Jugendliche in der Jugendstrafanstalt oder Strafgefangene in der Justizvollzugsanstalt. „Die Tiere sind gute Vermittler und haben keinerlei Vorurteile“, erklärt Stolpe.
Mit seinem Labrador „Quincy“ startete das Projekt im Jahr 2013 bei den Berliner Maltesern. Quincy besuchte die Bewohner eines Berliner Seniorenheims, die das Tier schnell in ihr Herz schlossen. Wenige Monate später gründeten die Malteser die erste Besuchshundegruppe mit 18 Mitgliedern.
Inzwischen gibt es 85 Helfer im Alter von 23 bis 80 Jahren, die mit ihren Hunden ehrenamtlich für die Malteser im Einsatz sind. Davon profitieren nicht nur die Besuchten, sondern auch die Vierbeiner. „Viele Hunde wollen mehr als nur Gassi gehen“, erklärt Stolpe. In einer sechs Monate dauernden Ausbildung würden die Tiere unter anderem lernen, wie sie sich gegenüber Fremden und in ungewöhnlichen Situationen verhalten sollen.
Dass die Begegnung zwischen Mensch und Tier eine Herzensangelegenheit ist, erlebten die Besucher auch beim Sommerfest. Die Dackel, Pudel, Labradore und Mischlinge beschnüffelten sich entspannt, während die rund 40 Halter sich bei Getränken, Kuchen und Gegrilltem über ihre Einsätze austauschten. Für ihre langjährige Unterstützung wurden zudem zwei Halter und ihre Hunde mit einer Einsatzmedaille ausgezeichnet. Ein Hundeleben kann eben ganz schön spannend sein.

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