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Malteser Diözese Berlin

Retten statt feiern: Viele Malteser sind auch an den Feiertagen im Dienst

21.12.2018

Weihnachten ist das Fest der Ruhe und Besinnlichkeit, das die meisten am liebsten im Kreise ihrer Familien feiern. Doch nicht alle verbringen die Feiertage gemütlich auf der Couch. Ob Rettungssanitäter, Hausnotruf- oder ehrenamtliche "Redezeit"-Mitarbeiter: Die Malteser sind an den Feiertagen besonders gefragt.

Wenn statt der Weihnachtsglocke der Alarm klingelt, hält sich etwa das Hausnotruf-Team bereit. „Alle unsere 30 Mitarbeiter sind zwischen Weihnachten und Neujahr im Einsatz“, sagt Thorsten Zybell, Leiter des Malteser Hausnotrufs. Für die Beschäftigten seien die Arbeitszeiten nichts Ungewöhnliches, da sie es gewohnt sind, in Schichten und an Feiertagen zu arbeiten. So sind die Malteser binnen Sekunden da, wenn ein Berliner sie per Knopfdruck alarmiert, weil er in seinem Zuhause etwa die Treppe heruntergestürzt oder ausgerutscht ist.

Stets in Alarmbereitschaft: Der Hausnotruf

Das Hausnotrufteam ist zu jeder Tages- und Nachtzeit für andere da, wenn Menschen in Not sind. „Zwischen Weihnachten und Silvester werden wir allerdings häufiger gerufen“, sagt Zybell. Das liege auch daran, dass viele ältere Berliner sich an den Feiertagen einsam fühlen und den Alarmknopf drücken, auch wenn es sich um keinen „echten“ Notfall handele. „Die Zentrale entscheidet dann, ob der Betroffene in seiner Wohnung aufgesucht werden muss oder ob er nur angerufen hat, um jemanden zum Reden zu haben.“

Eine Stimme, die zuhört

Für diese Berliner könnten die „Redezeit“ ein guter Gesprächspartner sein. Denn auch die ehrenamtlichen "Telefonseelsorger" sind an den Festtagen in Bereitschaft. Anders als in der telefonischen Notfallseelsorge jedoch, sind es in der „Redezeit“ die Ehrenamtlichen selbst, die zum Telefon greifen, um mit Menschen, die sich einsam fühlen, ein paar Worte zu wechseln. „Das Jahresende ist besonders schmerzhaft, weil viele ihre Einsamkeit noch stärker spüren als sonst – selbst wenn sie sich damit an den anderen Tagen im Jahr bereits arrangiert haben“, sagt Stephanie Wegener von Tengg, die das Projekt leitet. Für sie seien die Gespräche ein Lichtblick.

Zu Silvester im Ausnahmezustand: die Retter der Malteser

Auch das Telefon der Berliner Feuerwehr klingelt in der Silvesternacht häufiger als sonst. „Die Silvesternacht ist die ultimative Rettungsnacht“, sagt Thomas Engler, Leiter des Malteser Rettungsdienstes, die im Auftrag der Berliner Feuerwehr arbeiten. Die 70 Rettungssanitäter, -assistenten und Notfallsanitäter sind bestens auf den Notfall vorbereitet – und das müssen sie auch. „Vom Stromausfall über den Großbrand bishin zum Katastrophenfall kann alles passieren. Zu Silvester ist die Feuerwehr im Ausnahmezustand“, so Engler. 56 Einsätze, zu denen die Malteser gerufen wurden, gab es allein im vergangenen Jahr. Darunter halfen die Retter Menschen mit leichteren Verletzungen, aber auch solchen, die sich etwa durch eine Rakete oder einen Böller schwer verletzt hatten.

In diesem Jahr ist das Rettungsteam mit acht Fahrzeugen in Berlin-Tegel, Wittenau, Tiergarten, Charlottenburg, Pankow, Weißensee, Steglitz und Moabit unterwegs. Neben den 25 hauptamtlichen Mitarbeitern setzten auch ehrenamtliche Kräfte auf das Motto „Retten statt feiern“. „Es gibt viele junge Leute, denen es wichtiger ist zu helfen“, erklärt Engler. Auch er ist an den Feiertagen im Dienst, um die Einsätze zu koordinieren. Retten an den Feiertagen geht bei den Maltesern eben vor.
 

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